Sonntag, 4. März 2012

NEUNZEHN

Die weißen und roten Lichter ziehen an mir vorbei, mein Kopf gegen das Fenster gelehnt, starre ich hinaus in die Dunkelheit. Der iPod läuft auf voller Lautstärke, lautlos singe ich mit ' Breaking hearts is what you do for fun, little one. But see I wrote it all down, wrote it all down...' Das Wochenende zieht vor meinem Auge vorbei. Freitag mit Sandra, Kawu, Joscha, Viktor und den Anderen in der Kufa, Samstag mit Charlie und Josie... Heute Hamburg, Tarzan.
Seit einer Woche haben wir nun schon keinen Kontakt mehr. Eine ganze Woche, sieben Tage und ich merke, das, was ich nie für möglich gehalten hätte: Es wird weniger. Langsam, sehr sehr langsam, aber jetzt grade spürbar.
Ich beobachte die Lichter. Eins nach dem anderen verschwindet aus meinem Blickfeld, langsam kommt mir in den Sinn, dass ich dich vielleicht einfach nur schrecklich vermisse.
Das Lied ist zuende, das nächste beginnt, ich schlucke, mein Herz zieht sich zusammen. 'White lips, pale face, breathing in snowflakes...'. Verdammte Scheiße. Ich merke, wie meine Augen feucht werden, lege meine Stirn an die Scheibe, versuche das in meinem Auge wegzublinzeln.
Du fehlst mir so.

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