Dienstag, 19. März 2013

THE END

Der letzte Akt, die Stimme klingt zitternd durch den Lärm. Die Hand bewegt sich langsam zum Mund. Eine für Mama, eine für Papa, eine für Leon, eine für Mailo und eine für all die Freunde, die ich hatte.
Mein Brustkorb hebt und senkt sich in regelmäßigen Intervallen. Meine Hände zittern. Ist es bald soweit?
Ruhig betrachte ich die Fotos an meiner Wand. Ihr werdet mir fehlen, meine guten Geister, meine Herzen, aber meine Zeit hier ist vorbei.
Langsam drehe ich mich auf die andere Seite, meine Augenlider werden schwer. All diese Erinnerungen an mein Leben lassen mich bloß leichter gehen. Es war kein gutes Leben, aber es war akzeptabel. Doch irgendwann war es selbst mir zu viel. Konnte nicht umgehen mit dem Druck, mit der Last des Erwachsenseins, deshalb liege ich jetzt hier.
Mir fallen die Augen zu, ich kann kaum noch denken.
So geht es aus, denke ich. So ist es okay.
Ein letzter Atemzug.
The End.




Hallo an all meine lieben Leserinnen und Leser,

ja, ich muss es schweren Herzens verkünden: Ich gebe meinen Blog auf. Mir bleibt einfach im Moment keine Zeit mehr, um ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient, die ihr verdient.
Natürlich lasse ich ihn bestehen, damit ihr weiterhin stöbern und nachlesen könnt, aber neue Posts werde ich ab nun nicht mehr veröffentlichen.
Aber keine Angst, natürlich werde ich weiterschreiben, jedoch nicht mehr so häufig und auch nicht mehr Blogmäßig, aber hier kommt ihr auf meine neon.de Adresse, bei der ich ab und an noch ein paar Texte veröffentlichen werde.
Ich bedanke mich für fast 5 Jahre bloggens und ertragens eurerseits,
insgesamt 19.934 Seitenaufrufe,
meinen insgesamt 10 (!) Followern, von denen ich weiß, dass maximal zwei davon meinen Blog überhaupt gelesen haben :D
Und für euch. Für all die Leute von Facebook, Ask, Formspring und was weiß ich woher ihr kommt.
Danke.
Ihr habt ein kleines Mädchen eine Zeit lang sehr glücklich gemacht und das schafft nicht jeder.
Danke für alles und auf bald ♥

Freitag, 8. März 2013

SECHZIG


Einsam sitze ich auf einem Stuhl, einen Drink in der Hand, während ich der Menge beim eskalieren zusehe. Ich nehme noch einen Schluck Cuba Libre, mein Lieblingscocktail, der Alkohol gleitet langsam meine Kehle hinunter und ich bilde mir ein, ein leises Zischen zu hören, während mein ächzender Magen noch mehr Schnaps in sich aufnimmt.
Trotz der Masse an Menschen spüre ich die Einsamkeit, die mich umhüllt, bilde mir ein, dass die Leute einen Abstand zu mir ließen, um nicht in meine Nähe zu kommen. Ich sehe anscheinend wieder zu traurig aus, ich bin der Partyschreck auf dieser Veranstaltung, der Buhmann.
Ich wünschte mir, eine Hand würde sich vor mir öffnen, zu der ein strahlendes Gesicht gehöre. Zögerlich würde ich die Hand ergreifen und von ihr auf die Tanzfläche gezogen werden, eingebunden in den Reigen aus Menschen und Glück. Bis zum Morgengrauen würden wir tanzen und während all der Zeit würde ich die Hand nicht loslassen, meine Retterhand.
Dann würden wir aus der Disko laufen, die Hand und ich und in einer Seitenstraße würde sie mich gegen eine Wand drücken und ihr Besitzer mich küssen.
Langsam würde die Hand unter mein Tshirt gleiten, meinen Rücken entlang, nach vorn wandern und in meine Hose huschen. Ich würde mich wehren, ich bin nicht diese Sorte von Mädchen, doch die andere, nicht ganz so freundliche Hand würde mich erbarmungslos gegen die Hauswand drücken, mit eisernem Griff und eiskaltem Gewissen. Ich würde schreien, weinen, treten und doch würde es nichts nützen, denn niemand würde mich hören.
Ich schrecke aus meinen Gedanken, ganz geschockt von der Brutalität meiner Hirngespinste, da öffnet sich vor meinem Gesicht eine Hand.